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Deutschland verkauft kein Gold - Danke Hr. .....! Lächerliche Ideen der Union! PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 16:07 Uhr

Die Budesrepublik Deutschland wird auch weiterhin - dank Bundesbank und mit Unterstützung von

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück - kein Gold aus den eigenen Beständen verkaufen. Damit hat er der Unions - Idee eine deftige Abfuhr erteilt, zur Einschränkung der explodierenden Staatsverschuldung Teile der Goldreserven der Bundesbank zu verkaufen.

 
Die Bundesbank hat schon desöfteren Begehrlichkeiten dahingehend durch die Politik erfolgreich abgewiesen.

Auch die Grünen scheinen grundsätzlich kein Problem damit zu haben Teile dieser eisernen Reserven zu verkaufen. "Ein Verkauf von Goldreserven macht nur in Absprache mit den anderen EU-Ländern Sinn" hörte man dazu von den Grünen-

Der angebliche Haushaltsexperte der Unions-Fraktion - Steffen Kampeter - hat am gestrigen Dienstag die Bundesbank aufgefordert, einen Verkauf ihrer Goldreserven zur Begrenzung der nun exponentiell steigenden Staatsverschuldung doch zu überdenken und ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Begründung: Die Gold- und Devisenreserven seien doch für Krisenzeiten angelegt worden, sagte Kampeter.
Ich weiß garnicht mehr wieviele Politiker schon die eigene Unfähigkeit mit einer Auflösung von Notgroschen verdecken wollten - unzählige!

Ich möchte den Leuten, die nun den Verkauf der Goldreserven fordern an dieser Stelle fast jegliches wirtschaftliche Verständnis und existentielle Grundkenntnisse abstreiten, weil doch gerade die letzten Monate und Jahre gezeigt haben, dass man mit Gold sehr gut in Krisen hinein und damit auch durch dieselbigen hindurchkommen kann.

Wir haben doch aktuell eine Vertrauens- und Papiergeldkrise, es ist also doch völlig absurd und hirnrissig, genau diese dadurch entstandene Krise mit dem Verkaufserlösen der Krisenwährung schlechthin - nämlich Gold - beheben und abmildern zu wollen.

Ganz im Gegenteil: Normalerweise müsste man sich nun im Ausland verschulden, also Anleihen ausgeben und diese in die ganze Welt verstreuen und den eigenen Bürgern dazu raten diese nicht zu kaufen und stattdessen eher auf Gold zu setzten.

Was glauben Sie denn, warum die USA die aktuelle Krise bislang überhaupt überlebt haben? Doch nur deswegen, weil man den ganzen Schrott weltweit verstreut und verteilt hat. Sehen Sie die Auswirkungen diese Billionen-Mist-Verteilung auf alle Länder?

Was denken Sie denn, was passiert wäre, wenn man das alles im eigenen Land behalten hätte?
Da wären die USA schon jetzt völlig pleite und am Ende - so hat man den eigenen Tod mit einer weltweiten Lungenentzündung eingetauscht.

Die USA haben noch niemals offiziell auch nur 1 Gramm Gold verkauft. Die wissen genau was da abgeht und behalten das Gold selber, während sie an alle anderen Papier ausgeben.

 

Die Union ist bei solchen Überlegungen in ganz grundsätzlichen Dingen für mich gestorben, denn das zeigt doch unmissverständlich, dass man von Grundlagen des Papiergeldes, von Zins-Wirtschaft und Krisenbekämpfung nicht den leisesten Schimmer hat.

Die andere Frage ist doch, was man mit einem Verkauf denn überhaupt erlösen und bewirken könnte? Ich sage es vorneweg: Nur Jämmerliches!

Die Zahlen dazu:
Die Bundesbank hält nach den letzten Veröffentlichungen angeblich einen Goldschatz von rund 3.400 Tonnen, was aktuell rein rechnerisch etwa einem Wert von 75 Milliarden Euro entspricht.

Man hatte sich für den Zeitraum von September 2004 bis September 2009 ( nach Absprache mit anderen - meist europäischen Notenbanken - dem sogenannten "Washington Agreement on Gold II "- das erste lief von 1999 bis 2004 ) eine Verkaufsoption für insgesamt 600 Tonnen einräumen lassen.

Im Herbst 2008 hatte die Bundesbank aber bereits deutlich klargemacht, dass sie weiterhin keinen Verkauf ihrer Goldreserven plant.

Bis September 2009 sollen nur rund 6,5 Tonnen an das Finanzministerium für das Goldmünzprogramm verkauft werden.

Was lernen wir daraus? ( Wir hatten Ihnen ja schon mehrfach versprochen, daß wir keine sinnlosen Meldungen in den Raum werfen, ohne einen Kommentar oder konkreten Nutzen für Sie dazu! )

1. Die Bundesbank blickt im Grunde durch was läuft, die Frage ist nur, ob man einem Verkauf deswegen eigentlich garnicht zustimmen kann, weil man in Wirklichkeit ja garkeinen großen Zugriff auf das Gold hat. Das meiste Gold soll ja in den USA lagern und es stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es sich dort überhaupt noch befindet und vorhanden ist.
Nicht wenige - auch ich - gehen nämlich davon aus, dass hier sehr viel bereits am Markt heimlich zur Drückung des Goldpreises verkauft wurde.

2. Die Bundesbank als Hüter und Verteidiger des Papiergeldes weiss ganz genau um die Schwächen von Papier und die Stärken von Gold

3. Die Politiker und Parteien, die sowas fordern fallen für mich bei Wahlen völlig flach, weil man daran erkennen kann, ob dort grundsätzliche Sachen verstanden und richtig interpretiert werden

4. Man sollte sich die Verzweiflung der Politik ansehen, wenn man einen Schuldenberg von 1.600 Mrd. Euro durch den Verkauf von 75 Mrd Gold bekämpfen will. Das Gold hat etwa den Wert der Zinszahlungen eines einzigen Jahres bei 5% auf die Schulden des Staates.

5. Sie müssen doch endlich mal merken, wie sinnlos es ist, dem Staat durch fast alle Bank- und Versicherungsanlagen noch Geld zu leihen.

6. Lesen Sie nicht zuviele Meldungen und Nachrichten. Sie sehen sonst vor lauter Bäumen den echten Wald nicht mehr - Es reicht fast aus sich jeden Tag das bisschen durchzulesen, was wir hier schreiben.
Wenige wichtige Meldungen, richtige eingeordnet und mit den entsprechenden Schlußfolgerungen abgeschlossen - das reicht überall hin völlig aus!

 
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