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Die schönsten Zitate der Welt! Teil 1!
Die besten Zitate der Welt! Teil 2!

Wir sind ja schon mehrfach auf das Thema Zinsen und deren Auswirkungen auf die verschiedenen Anlageklassen eingegangen. Nachdem völlig klar ist, daß die Zinsen noch über Jahre hinweg extrem niedrig bleiben werden - das haben ja auch die Notenbanken genau so schon angekündigt - muss man sich folglich jetzt und hier überlegen, wie man sich für die nächsten Jahre in dem Umfeld aufstellt.
Niedrige Zinsen stützen vor allem die Börsen und sind auch das beste und gesündeste Futter für weiter steigende Edelmetallpreise.
Der Januar 2012 war mit einem Plus von ca. 15% der beste DAX-Januar seit 1975.
Wie sieht es mit den Inflationsraten aus?
Die werden weiter anziehen, sodaß die Realzinsen bei allen Bank- und Versicherungsanlagen immer negativer werden. Ein Grund für die anziehenden Inflationsraten sind sicher die weiter anziehenden Geldmengen und weil sich die Staaten kaufkraftmässig über die Entwertung des Geldes entschulden wollen.
Ein anderer Punkt sind aber auch die weiter anziehenden Rohstoffpreise auf Sicht der nächsten Jahre.
Beispiel Öl:
Der Ölpreis wird weiter anziehen, weil die Förderung von derzeit 86 Millionen Barrel pro Tag bis 2015 auf 76 Millionen zurückgehen wird. Es trifft also eine steigende Nachfrage auf ein um fast 13% weniger an Angebot. Außerdem liegen etwa 50% der weltweiten Ölreserven in politisch instabilen Ländern.
Die Problematik mit den Staatsschulden und Staatpleiten wird sich noch verschärfen, denn die Neu-Verschuldungs-Last ( um das System aktuell immer noch weiter mit Zins und Zinseszins zu füttern ) liegt aktuell voll und ganz bei den Staaten.
Die Statistiken dazu zeigen genau das was ich auch auf allen Vorträgen dazu sage:
Seit dem Platzen der Dot.com-Blase 2000 stagniert der Schuldenstand der Unternehmen in der Summe. Das liegt zum einen daran, daß man sich garnicht mehr so massiv verschulden möchte um unabhängiger zu bleiben. Auf der anderen Seite bekommt man von den Banken auch nicht mehr so einfach soviel Geld wie früher. Und auch die Finanzierungsmöglichkeiten der Aktiengesellschaften haben sich über die Ausgabe von neuen Anteilen extrem verbessert. Bei den Privaten weltweit ist das Kreditwachstum etwa seit 2008 zum Stillstand gekommen, denn in vielen Industriestaaten haben wir einen gewissen Sättigungsgrad erreicht und auch hier ist die Kreditvergabe restriktiver geworden.
Und genau seit dem Zeitupunkt - also 2008 - hat sich die komplette Neuverschudungslast des Systems auf die Staaten übertragen. Wir haben also nicht umsonst genau seit 2009 die Probleme mit den Staatsschulden da und hier und dort. Das wird so weitergehen und jede Bremse der Verschuldung bei den Staaten wird relativ zügig das Welt-Wirtschafts-Wachstum bremsen. Die Sparpakete überall werden also die Weltwirtschaft extrem ausbremsen, denn wir brauchen aktuell etwa 7,8 Einheiten zusätzliche Verschuldung um eine zusätzliche Einheit Wirtschaftleistung zu erzeugen.
Wie sind die aktuellen BIP-Prognosen 2012 für einzelne Staaten?
In China sollen es nur noch 8,4% sein, in den USA 2,1%, Japan 1,8 und in Deutschland haben wir noch ein MINIplus von 0,6% zu erwarten. Die Eurozone wird mit -0,2 leicht in die Rezession rutschen.
Man kann also feststellen, daß sich das Wachstum der Weltwirtschaft automatisch als Folge dessen in den nächsten Jahren massiv abschwächen muss, sonst kollabieren noch schneller noch mehr Staaten.
Die aktuell extrem hohe Verschuldung und auch das billige Geld wird die Fehlallokation von Kapital extrem verstärken, sodaß ich von einer Halbierung der Konjunkturzyklen von zuletzt etwa 7 auf nur noch 3,5 bis 4 Jahre ausgehe. Die Krisen und die Erholungen werden also immer schneller aufeinanderfolgen und immer heftiger werden.
Boom- und Crashpahsen werden sich also massiver und zeitlich näher abspielen.
Die aktuelle Geldpolitik und auch die Verknappung der Rohstoffe wirkt sich aktuell noch nicht so aus, es ist aber alles für extrem steigende Inflationsraten angelegt.
Den Unternehmen geht es übrigens wesentlich besser als den Staaten - das mal in Richtung all jener gesagt die in Anleihen anlegen wollen. Hier liegen die Zinsen für Unternehmensanleihen von wirklich sicheren und gewinnträchtigen Unternehmen fast ausnahmslos alle bei einem Vielfachen dessen, was derzeit dt. Staatsanleihen abwerfen. Alleine die Dax30 Konzerne haben 2011 über 27 Mrd. Euro Dividende augezahlt - das ist das Doppelte wie 2004.
Hier die Dividendenzahlungen der 30 Dax-Firmen in den letzten Jahren in Mrd. Euro:
2004: 14,7 Mrd.
2005: 18,6
2006: 23,6
2007: 28,1
2008: 23
2009: 20
2010: 26
2011: 27,1 Mrd
Bei den Staatsanleihen sind nur Länder wie Italien mit 5% auf 5 Jahre interessant oder Irland mit 5,9% gleiche Laufzeit.
Brasilien zahlt für 4-Jährige derzeit 7,7% Zinsen und die Türkei auf 4 Jahre 9,5%.
Das größte Problem ist aktuell, daß die Leute das Geld so sicher anlegen wollen, dass man ganz den Inflationsausgleich vergisst. Wenn die Zinsen den Kaufkraftverlust nicht schlagen wird man Jahr für Jahr immer ärmer, auch wenn der nominal angelegt Geldbetrag steigt.
Man geht also immer weniger Riskien ein und das ist auch konkret in Zahlen messbar.
In den letzten Jahren hat sich der Anteil des Geldes, das die Deutschen in Wertpapiere ( Aktien) und Fonds anlegen von 34% auf 25% verringert. Bei Versicherungsanlagen oder Pensionsrückstellungen ging es von 28 auf 32 % nach oben und auch die Spar-, Sicht,-und Termineinlagen haben sich von 38% auf 43% erhöht.
Die Flucht in die scheinbare absolute Sicherheit ist also nix anderes als der langsame sichere Tod des eigenen Geldes ausgelöst von der Angst, daß man mal mit einer Risikoentscheidung falsch liegen könnte.
Härter formuliert ist das im Vergleich so, wie wenn man Selbstmord begeht, weil man Angst vor dem Tod bzw. dem Sterben im Alter, durch Unfall oder Krankheit hat.
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