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Gold oder Goldminen kaufen? Abgeltungssteuer? Lebensmittelvorräte? Immobilien! Landwirtschaft! Drucken E-Mail
Sonntag, den 02. August 2009 um 06:58 Uhr
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Gold oder Goldminen kaufen? Abgeltungssteuer? Lebensmittelvorräte? Immobilien! Landwirtschaft!
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1.) Sollte man nicht lieber Gold in physischer Form kaufen anstatt Minenaktien? Wie werden die Gewinne mit Minenaktien im Vergleich zu Gewinnen mit physischem Gold besteuert?
Das sind alles wirklich sehr gute Fragen, denn in Deutschland ist der Steuer-Vermeidungs-Trieb wesentlich stärker ausgeprägt als der Sexualtrieb und viele Bürger wollen einfach nur Steuern sparen - völlig egal was es kostet. Grundsätzlich ist Steuer

nichts Schlechtes und zuallererst einmal einfach der Beweis, daß man was verdient hat.

Ich habe schon oft erlebt, daß man vor lauter blindem Starren auf die steuerliche Seite das Geldverdienen bzw. Gewinne vergessen hat.

Bevor ich darauf eingehe möchte ich in einigen Zeilen mal die Grundzüge der Abgeltungssteuer erläutern - dann machen wir eine Auswertung!

a) Die neuen Regelungen zur Abgeltungssteuer gelten seit 01.01.2009. Wer Wertpapiere bereits vor dem 1.1.2009 gekauft hat und diese erst nach diesem Stichtag verkauft, für den gilt grundsätzlich noch das alte Steuerrecht. Dann bleiben die Gewinne aus dem Verkauf - unter Einhaltung der Spekulationsfrist - weiterhin steuerfrei.

b) Hintergrund der Abgeltungssteuer war das Ziel die Besteuerung von privaten Kapitalerträgen zu erleichtern. Folge: Zinsen, Dividenden und Kursgewinne werden seit 1. Januar 2009 genauso behandelt:
- 25 % Steuer
- plus 5,5% Solidaritätszuschlag und
- 8 bzw. 9% Kirchensteuer bezogen auf den Betrag der Abgeltungsteuer

c) Die Abgeltungsteuer gilt für Einkommen aus:

- Zinsen z.B. aus Fest- und Termingeldanlagen
- Sparverträgen oder verzinslichen Wertpapieren
- Erträgen aus Investmentfonds
- Erträgen bei Termingeschäften
- Anleihen
- Zertifikaten
- Dividenden bei Aktien
- Gewinnen, die beim Verkauf von Wertpapieren entstanden sind

d) Bei den physische Edelmetallen gibt es keine Abgeltungsteuer, wenn man die alte Spekulationsfrist beachtet.
Folge: Wird Silber oder Gold nach der Spekulationsfrist von 12 Monaten mit Gewinn verkauft, ist dieser Gewinn steuerfrei.

e) Die Abgeltungsteuer wird von den Kreditinstituten gleich bei der Gutschrift der Erträge abgezogen und an die zuständigen Finanzämter weitergeleitet. Bei ausländischen Wertpapieren, die in einem ausländischen Depot liegen müssen die Erträge wie bisher in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

f) Freibeträge gibt es in Form des Sparer-Pauschbetrags. Dieser setzt sich zusammen aus
- dem bisherigen Sparer-Freibetrag (750 Euro pro Person) und
- der Werbungskostenpauschale (51 Euro).



Folge: Nur wenn Zinsen und Kursgewinne über einem Betrag von 801 Euro pro Person und Jahr liegen, fällt die Abgeltungsteuer an.

Daher wichtig: Der Kunde solte auch weiterhin einen Freistellungsauftrag bei seiner Bank vorlegen.

g) Was ist mit Studenten, Rentnern und Geringverdienern?
Je nachdem! Liegt das Jahreseinkommen unter dem steuerlichen Grundfreibetrag von 7834 Euro (Stand 1.1.2009), kann wie bisher eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragt und der Bank vorgelegt werden.

h) Für Gewinne aus Immobilienverkäufen gilt die Abgeltungsteuer nicht. Es bleibt also hier bei der alten Regelung, sodaß Gewinne aus Immobilien, die nicht selbst genutzt und innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf wieder verkauft wurden, steuerpflichtig sind.

i) Die Abgeltungsteuer gilt auch für vermögenswirksame Leistungen und Bausparverträge! Für Riester-Verträge und private Rentenversicherungen nicht?

j) Aktienverluste können mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Verluste aus allen anderen Termin- oder Wertpapiergeschäften können auch mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen wie Zinsen und Dividenden verrechnet werden.
In der Regel nimmt die Bank die Verlustverrechnung vor und zieht von den Gewinnen die dementsprechend geringere Abgeltungsteuer ab.
Sind die Verluste höher als die Gewinne, werden die Verluste ins nächste Jahr übertragen. Um diesen „Verlustüberhang“ mit anderen Erträgen bei einer anderen Bank verrechnen zu können, kann der Sparer eine Bescheinigung bei seiner Bank beantragen. Das muß aber bis spätestens 15. Dezember des betreffenden Jahres erfolgen.
Verluste von Kapitalanlagen im Ausland können nur in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht und entsprechend verrechnet werden.

Das bedeutet, daß die physische Goldanlage steuerlich seit 1.1.2009 wesentlich besser dasteht als die Anlage in Minenaktien.

Bitte bedenken Sie aber, daß die Minen zum Goldpreis meist einen Hebel haben und gerade aktuell sehr günstig bewertet sind. Das bedeutet, daß Minen in der Regel stäker steigen und stärker korrigieren als die Ware selber. Aktuell ist dieser Hebel noch hoch( 3 - 4 ), weil die Kosten - mal ganz einfach beschrieben - oft nicht weit von den Verkaufspreisen entfernt liegen. Ein Anstieg des Goldpreises um 100 oder 200 Dollar kann hier also bei einigen Minen schon eine Verdoppelung der Gewinne bewirken - dementsprechend positiv reagieren auch die Minen-Aktien darauf. Wenn die Produktionskosten in etwa stabil bleiben, dann führt beispielsweise ein Gold-Preis-Anstieg von 1.800 auf 2.000 nur noch zu einem Gewinnanstieg von 30% - so nimmt der Hebel immer weiter ab!

Machen wir mal eine Rechnung mit 10.000 Euro!

Sie kaufen dafür Gold und es verdoppelt sich nach 2 Jahren, dann ist es steuerfrei und Sie haben 20.000 Euro!

Die Minen dürften in diesem Umfeld - wir nehmen einfach mal den Faktor 2,5 ( also 250% Anstieg statt 100% wie die Ware ) - mindestens auf 35.000 Euro steigen.

Auf diese 25.000 Gewinn werden dann knapp 30% oder etwa 7.500 Euro Steuer fällig - sodaß 27.500 übrig bleiben.

Damit würde auch - trotz der Steuer - der Markt wieder stimmen, daß etwas mehr Risiko uns Schwankung am Ende auch belohnt wird.

Es liegt an Ihnen, ob

Ihnen diese steuerbereinigte Über-Performace das Risiko wert ist.

Ich denke aber, daß die Steuer nicht mal die entscheidende Frage ist.

Entscheidend ist, daß Sie endlich mal den Mut aufbringen alles abzuräumen bei Banken, Versicherungen und sonstwo - inklusive Verkauf von Immobilien - und hier in Gold umschichten.

Dieser Wechsel der Anlagen wird sich ganz gewaltig auswirken und wesentlich mehr aumachen als die Entscheidung innerhalb des Sektors zwischen Ware und Aktien!

Wie lange wird man Gold wohl noch anonym kaufen können?
Das ist ein ganz heißes Thema zu dem



 
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